Fritz darf weiter auf Titelverteidigung hoffen
BOSS Ambassador Taylor Fritz ringt Italiener Mattia Bellucci in drei Sätzen 5:7, 7:5, 7:5 nieder. Auch Lehecka und Bublik im Halbfinale. Shelton – Shimabukuro wird am Samstag fortgesetzt.
Die Nummer 78 der Welt zeigte gegen Fritz über weite Phasen des Matches eine herausragende Leistung und stellte den Titelverteidiger vor eine schwierige Prüfung nach der anderen. Im ersten Satz schaffte Bellucci das Break zum 6:5 und servierte danach sicher aus.
Im zweiten Satz beeindruckte der Italiener immer wieder mit spektakulären Schlägen, aber Fritz ließ sich nicht abschütteln und kam immer besser ins Match. Bei 6:5 aus Sicht von Fritz konnte Bellucci bei eigenem Aufschlag noch einen Satzball abwehren, der zweite saß jedoch und Fritz schaffte den Satzausgleich.
Damit war Fritz endgültig zurück im Match. Im dritten Satz zeigten sich beide Spieler bei eigenem Service unantastbar, am Ende hatte Fritz aber doch das glücklichere Ende für sich. Wiederum stand es 6:5 für den Amerikaner, als sein italienischer Kontrahent bei eigenem Aufschlag wackelte. Nach 2:26 Stunden verwandelte Fritz seinen zweiten Matchball und zog ins Halbfinale ein.
Nach dem harten Stück Arbeit streute Fritz seinem Gegner Rosen: „Ich habe eigentlich gut serviert und mich gut gefühlt, aber er hat mir in den ersten beiden Sätzen nicht viel Chancen gelassen. Da hat er unglaublich gut gespielt.“ In Bezug auf die noch immer mögliche Titelverteidigung wollte sich Fritz nichts entlocken lassen: „Ich nehme es Spiel für Spiel, so wie letztes Jahr. Da bin ich mit keinen großen Erwartungen hergekommen, weil ich mir die ersten beiden Wochen auf Rasen immer schwer getan habe. Also halte ich es dieses Jahr genau so.“
Im Semifinale gegen Bublik
Fritz trifft im Semifinale am Samstag auf den Kasachen Alexander Bublik. Die Nummer 3 des Turniers setzte sich in einer wahren Aufschlagschlacht in 1:28 Stunden gegen den Franzosen Giovanni Mpetshi Perricard 7:6 (5), 7:6 (3) durch. Über das gesamte Match schaffte es keiner der beiden Spieler, sich einen Breakball zu erarbeiten – dafür war die jeweilige Aufschlagleistung zu stark. Bublik servierte elf Asse, Mpetshi Perricard derer gar 19. Am Ende behielt der kasachische Favorit aber doch knapp die Oberhand.
Lehecka muss auf Semifinalgegner noch warten
Als dritter Semifinalist qualifizierte sich der Tscheche Jiri Lehecka. Er besiegte den BOSS OPEN-Sieger von 2023, Frances Tiafoe aus den USA, mit 6:4, 7:6 (4).
Lehecka muss auf seinen Semifinalgegner jedoch noch warten. Aufgrund der langen Regenpause konnte die Partie zwischen Ben Shelton (USA/1) und dem japanischen Qualifikanten Sho Shimabukuro nicht mehr beendet werden. Zum Stand des Abbruchs wegen Dunkelheit führte der japanische Außenseiter mit 6:4. Fortsetzung am Samstag.