Regen als Spielverderber am Mittwoch
Nur drei Einzel-Matches konnten bei den BOSS OPEN am Mittwoch gespielt werden. Dabei schieden die letzten beiden verbliebenen deutschen Teilnehmer nach jeweils hartem Kampf aus.
Yannick Hanfmann scheiterte in drei Sätzen 5:7, 7:6 (4), 2:6 am Italiener Mattia Bellucci. Im ersten Satz vergab der 34-jährige Deutsche nicht weniger als sechs Breakbälle und kassierte im Gegenzug ausgerechnet das Break zum 5:7. Im zweiten Satz wehrte Hanfmann bei eigenem Aufschlag zwei Matchbälle ab, rettete sich ins Tiebreak und holte sich dieses mit 7-4. Der Entscheidungssatz war dann eine glatte Angelegenheit für den in der Weltrangliste knapp zwanzig Plätze schlechter klassierten Italiener. Bellucci zog mit einem Doppelbreak auf 4:1 davon, in der folgenden Wechselpause musste sich Hanfmann vom Physiotherapeuten am Rücken behandeln lassen, konnte das Ruder aber nicht mehr herumreißen.
Damit muss Hanfmann weiter auf seinen 100. Sieg auf der ATP-Tour und seinen ersten Viertelfinaleinzug bei den BOSS OPEN warten. „Er ist als Linkshänder ein unangenehmer Gegner, spielt eine sehr flache Rückhand, ist extrem athletisch und stellt dich immer vor neue Aufgaben“, erklärte Hanfmann nach dem Spiel. Die Behandlungspause ließ er nicht als Grund für die Niederlage gelten: „Ich bin relativ groß und muss bei vielen Bällen sehr tief heruntergehen. Mein Rücken ist da leider ein wenig anfällig. Gerade zu Beginn der Rasensaison ist es hilfreich, wenn man einen Tag Pause zwischen Matches hätte, aber die gab es diesmal nicht. Am Ende haben einfach ein oder zwei Prozent gefehlt und auf diesem Niveau wird es dann schnell schwierig.“
Den Aufstieg ins Viertelfinale verpasste auch Jan-Lennard Struff. Gegen den Kasachen Alexander Bublik, die Nummer 11 der Welt, zog der Warsteiner ebenfalls in drei Sätzen 6:7 (3), 6:3, 2:6 den Kürzeren. Der erste Satz ging ohne Aufschlagverluste über die Bühne. Im zweiten Satz breakte Struff rasch zum 2:0 und hielt das Break zum sicheren Satzgewinn. Im Entscheidungssatz drehte sich das Blatt wieder zugunsten des Kasachen. Diesmal war es Bublik, dem das frühe Break zum 2:0 gelang, dem ließ er noch ein weiteres zum 6:2 folgen – nach 1:43 Stunden verwandelte Bublik seinen zweiten Matchball.
Im dritten Single des Tages gab der Franzose Giovanni Mpethshi Perricard dem belgischen Qualifikanten Gauthier Onclin mit 7:6 (1), 6:2 das Nachsehen und zog ebenfalls ins Viertelfinale ein.
Der erste Auftritt von Titelverteider Taylor Fritz musste wegen der Regenverschiebungen auf Donnerstag verschoben werden. Damit dürfen sich die Fans am Donnerstag auf einen echten „Super Thursday“ mit Frances Tiafoe, Nick Kyrgios, Taylor Fritz, Ben Shelton und Jiri Lehecka in Action freuen.