Struff und Hanfmann ziehen ins Achtelfinale ein

Zwei von fünf am Dienstag in das Hauptfeld der BOSS OPEN gestarteten Deutschen haben den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Auch Kyrgios zieht ins Achtelfinale ein.

Gleich zu Beginn setzte sich Yannick Hanfmann (ATP 59) gegen den Amerikaner Aleksandar Kovacevic (ATP 69) in zwei hart umkämpften Sätzen 7:6 (5), 7:6 (4) durch. Nach 2:20 Stunden verwandelte der Karlsruher seinen vierten Matchball und zog damit zum bereits vierten Mal ins Achtelfinale am Weissenhof ein. In der zweiten Runde trifft Hanfmann nun auf den Italiener Mattia Bellucci, der bereits am Montag den an Nummer 7 gesetzten Spanier Davidovich Fokina eliminierte.

„Es war ein sehr enges, klassisches Rasenmatch“, sagte Hanfmann nach dem Spiel. „Wir haben beide gut serviert und sind bei den Minichancen des anderen jeweils solide geblieben.“ Insgesamt fanden beide Spieler jeweils vier Breakchancen im Match vor, alle konnten abgewehrt werden. „Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Leistung zufrieden. So kann man sich den Start in die Rasensaison wünschen.“

Ebenfalls in der nächsten Runde steht Stuttgart-Stammgast Jan-Lennard Struff, der zum bereits 13. Mal am Weissenhof antritt. Der Warsteiner hatte bei seinem Dreisatzsieg über den kanadischen Qualifikanten Alexis Galarneau schwer zu kämpfen, setzte sich aber letztlich in 2:06 Stunden 6:2, 6:7 (5), 6:3 durch. In Runde 2 dürfte sich die Aufgabe noch schwieriger gestalten. Dort wartet nämlich der Kasache Alexander Bublik, die Nummer 3 des Turniers. „Er gibt dir kaum einen Rhythmus und fühlt sich auf Rasen sehr wohl“, weiß Struff. Zuletzt behielt jedoch Struff im direkten Duell die Oberhand – in der ersten Runde der French Open in Paris. „Der Sieg dort ist für mich sicher gut, aber hier wird es komplett anders. Ich habe schon mal gegen ihn auf Rasen gespielt. Das war ein gutes und enges Match. Aber am Ende hat er das Spiel und später auch das Turnier gewonnen.“

Weniger gut erging es den anderen deutschen Stuttgart-Startern: Wildcard-Spieler Tom Gentzsch (ATP 229) gab gegen den Australier Rinky Hijikata (ATP 106) immerhin eine starke Talentprobe ab. Nach gewonnenem ersten Satz musste sich der Duisburger aber 7:6 (7), 6:7 (2), 3:6 geschlagen geben. Chancenlos war der zweite deutsche Wildcard-Spieler, Diego Dedura (ATP 262), der sich dem routinierten Australier James Duckworth (ATP 79) klar mit 4:6, 3:6 geschlagen geben musste.

Daniel Altmaier lieferte dem BOSS OPEN-Sieger von 2023, Frances Tiafoe aus den USA, einen erbitterten Kampf, zog jedoch in drei Sätzen ebenfalls den Kürzeren. Dabei musste Altmaier zu Beginn des dritten Satzes eine Schrecksekunde überstehen: bei einem Rückhandschlag rutschte der Deutsche aus und musste daraufhin am Oberschenkel behandelt werden. Altmaier konnte weiterspielen, kassierte jedoch ein Break und verlor schließlich nach 2:26 Stunden 6:7 (3), 6:4, 4:6.

Kyrgios feiert erfolgreiches Comeback

Eine Überraschung lieferte im letzten Match des Tages der Australier Nick Kyrgios. In seinem erst zweiten Antreten im Jahr 2026 (nach einer Erstrundenniederlage in Brisbane in der ersten Woche des Jahres) ließ der nach langer Verletzungspause inzwischen ohne Ranking spielende ehemalige Wimbledon-Finalist dem Franzosen Corentin Moutet (ATP 36) keine Chance und siegte nach 68 Minuten 6:3, 6:4. Kyrgios durchbrach das Service seines Gegners jeweils in dessen erstem Aufschlagsspiel – das reichte, um das Match locker heimzuspielen. Kyrgios trifft in der zweiten Runde auf den japanischen Qualifikanten Sho Shimabukuro, der sich gegen den Franzosen Quentin Halys in zwei Sätzen durchsetzte.

Nach seinem Sieg sprach Kyrgios dem fantastischen Stuttgarter Publikum ein großes Lob aus: „Ich hatte viele Operationen und bin so froh jetzt wieder zurück zu sein. Das Publikum ist so großartig, es gibt keinen besseren Platz an dem ich heute hätte spielen können.“ Zu seiner körperlichen Fitness meinte Kyrgios: „Ich muss schauen, wie ich mich morgen fühle. Ich habe hart für das Comeback gearbeitet und bin sehr stolz auf mich. Es war nicht immer leicht und ich habe mich oft gefragt, wofür ich das alles mache. Dann schaue ich mir die Fans hier an und weiß, warum. Ich mache es für die Fans.“

 
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Fritz startet Titelverteidigung - Hanfmann und Struff vor schweren Aufgaben

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Fünf Deutsche greifen am Dienstag ins Geschehen ein