Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff lassen Fans jubeln
Deutsche Paarung gewinnt Doppelfinale der BOSS OPEN gegen die estnisch-griechische Paarung Daniil Glinka and Stefanos Sakellaridis in drei Sätzen und krönen damit unerwarteten Erfolgslauf.
Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff bestritten bei den BOSS OPEN 2026 erst ihr zweites gemeinsames Turnier auf der ATP-Tour überhaupt. Das erste und letzte Mal bislang war im Jahr 2022, als sie in Halle das Viertelfinale erreichten. Mit dem 7:6 (2), 3:6, 11:9-Sieg avancierte sie nun zum überhaupt erst dritten rein deutschen Paar, das den Doppelbewerb am Weissenhof gewinnen konnte. Zuvor war das Kas/Kohlschreiber 2008 (damals noch auf Sand) und 2018 Petzschner/Puetz 2018 gelungen.
Im ersten Satz dominierten bei beiden Teams die starken Aufschlagleistungen – kein einziger Breakball war die Folge und so musste das Tiebreak entscheiden. Dort zogen Hanfmann/Struff schnell auf 5-0 davon und sicherten sich die Kurzentscheidung mit 7-2.
Im zweiten Satz gelang Glinka/Sakellaridis mit dem einzigen Breakball des Matches auch das einzige Break, den Satz holten sich der Este und der Grieche danach mit weiter sicheren Aufschlagleistungen.
Die Entscheidung fiel im Match-Tiebreak, wo es lange hin und her ging, ehe sich Hanfmann/Struff scheinbar vorentscheidend mit 9-7 absetzen konnten. Die Deutschen vergaben zunächst die beiden Matchbälle, machten dann aber mit zwei Punkten in Folge und bei Aufschlag Yannick Hanfmann nach 1:19 Stunden doch noch den Sack zu. Sie sicherten sich damit nicht nur 250 Punkte für die ATP-Weltrangliste, sondern auch das Preisgeld in Höhe von 40.640 Euro.